Rückblick auf die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011
Vom 26. Juni bis 17. Juli war Deutschland Gastgeber der FIFA Frauen-Fußball-WM. Die teilnehmenden 15 Nationen wurden herzlich empfangen und die deutsche Nationalmannschaft erlebte ein bisher unbekanntes Interesse. Nach der WM gab es viel Lob für die Organisation. Viele Spielerinnen waren begeistert von den Kulissen, die in den neun WM-Stadien geboten wurden. Und auch die englische Presse äußerte sich sehr positiv. Schwedens Trainer Thomas Dennerby brachte es auf den Punkt: "Das ist die beste WM aller Zeiten, von den Zuschauern her, der Stimmung und der Organisation. Ein fantastisches Turnier." (Quelle: DFB-Journal)
Neben den neuen Weltmeisterinnen aus Japan war der Frauenfußball insgesamt der Gewinner dieser WM. Noch nie waren alle Spiele von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF übertragen worden. Und die Einschaltquoten bewiesen, dass nicht nur viele Zuschauer die Spiele live sehen wollten, sondern auch viele die einzelnen Partien vor dem Fernseher verfolgten. Besonders hoch waren die Einschaltquoten bei deutschen Spielen. Aber auch das Endspiel zwischen Japan und den USA zog im Schnitt 15,34 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm.
Das fachkundige Publikum
Frauenfußball zieht ganze Familien an und so war es auch bei dieser WM. Die Stimmung war stets gut und das Publikum zeigte sich fachkundig und feinfühlig. Bei den einzelnen Nationalhymnen gab es freundlichen Applaus, und Pfiffe bei Fehlentscheidungen der Schiedsrichterinnen.Aber auch die Brasilianerin Marta, die mehr polarisierte als jede andere Spielerin, bekam wegen ihres Verhaltens auf dem Spielfeld Pfiffe zu hören. Und dies, obwohl die Zuschauer ihre Ballkunst staunend verfolgten.
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
Die Zuschauerzahlen in den Stadien waren beeindruckend. Lediglich das Spiel der Nordkoreanerinnen gegen Kolumbien in Bochum, in dem es um nichts mehr ging, war mit unter 10.000 Zuschauern schlecht besucht. Das bestbesuchteste Spiel in Europa war mit 73.680 Besuchern das Eröffnungsspiel in Berlin zwischen Deutschland und Kanada. Jeweils 48.817 Zuschauer sahen in Frankfurt die Vorrundenpartie Deutschland - Nigeria und das Finale Japan - USA. In Mönchengladbach sahen 45.867 Besucher das deutsche Team gegen die Französinnen und 27.258 Brasilien gegen Australien. In Leverkusen kamen 26.395 zu der Partie der Engländerinnen gegen die Französinnen. Damit gehören die beiden NRW-WM-Stadien zu den Top 10 der Zuschauerzahlen.
Die deutsche Nationalmannschaft
Das DFB-Team hatte sich viel vorgenommen und stand so stark im Fokus, wie noch nie. Kerstin Garefrekes und Célia Okoyino da Mbabi, die beide in Nordrhein-Westfalen geboren wurden, haben bei dieser WM auf sich aufmerksam gemacht. Die Duisburgerinnen Alexandra Popp und Inka Grings zeigten wieder ihre Stürmerqualitäten. Die Auslosung wollte es, dass das motivierte deutsche Team schon im Viertelfinale auf die Japanerinnen traf. Das Spiel, das die Asiatinnen während der gesamten WM zeigten, wird im Frauenfußball neue Maßstäbe setzen.
Das Aus im Viertelfinale war hart und brachte viele Tränen. Das Bild des niedergeschlagenen, weinenden Teams, das sich mit dem Banner "Ein Team - Ein Traum - Millionen Fans - Danke" von den Zuschauern verabschiedete, wird noch lange in Erinnerung bleiben. Ebenso die harte Kritik, die an Trainerin Silvia Neid geübt wurde. Sie wird aber weiterhin als Bundestrainerin tätig sein. Wer außer der langjährigen Kapitänin Birgit Prinz und Ariane Hingst sich von der Nationalmannschaft verabschieden wird, bleibt derzeit noch abzuwarten. Da die Olympiaqualifikation nicht erreicht wurde, liegt der Fokus nun auf der EURO 2013 in Schweden.
Obwohl die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bereits im Viertelfinale ausschied, bleibt sie auf dem zweiten Platz der FIFA-Weltrangliste.
Bibiana Steinhaus
Mit dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft wurde für eine Deutsche ein Traum war. Im Finale der ersten Heim-WM stand Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin. Sie und ihr Team Marina Wozniak und Katrin Rafalski leiteten das Endspiel souverän und erhielten zur Belohnung viel Applaus von den Rängen.
Ein Wiedersehen mit WM-Spielerinnen
Am 21. August 2011 startete die Frauen-Bundesliga und es gab ein Wiedersehen mit den deutschen aber auch mit internationalen WM-Teilnehmerinnen. Auch wenn viele Spielerinnen weder beim FCR 2001 Duisburg, Bayer 04 Leverkusen und SG Essen-Schönebeck unter Vertrag stehen, kann man sie bei den einzelnen Begegnungen auf dem Spielfeld sehen.
Von den Weltmeisterinnen spielt Kozue Ando weiterhin beim FCR 2001 Duisburg und Yuki Nagasato beim 1. FFC Turbine Potsdam. Saki Kumagai, die im Finale den entscheidenden Elfmeter verwandelte, wechselte zur neuen Spielzeit nach Frankfurt. Aber auch die Schwedinnen Jessica Landström, Sara Thunebro (Frankfurt) und Antonia Göransson (Potsdam), die Neuseeländerinnen Rebecca Smith (Wolfsburg) und Amber Hearn (Jena) sowie Genoveva Aonma (Potsdam) aus Äquatorial-Guinea stehen bei deutschen Vereinen unter Vertrag. Neben Saki Kumagai wechselten auch die DFB-Spielerinnen Fatmire Bajramaj (Potsdam) und Kim Kulig (Hamburg) zum 1. FFC Frankfurt. Lena Gößling wechselte von Bad Neuenahr nach Wolfsburg. Vom FCR 2001 Duisburg zur SG Essen-Schönebeck ging Torhüterin Ursula Holl. Und am 5. August 2011 konnte der FCR bekannt geben, dass sich Linda Bresonik erneut für Duisburg entschieden und einen weiteren Vertrag über zwei Jahre unterzeichnet hat.
Zurück zu Sportland Nordrhein-Westfalen
Weitere Informationen unter www.sportland.nrw.de
NRWM FanFest - Feiern mit "Starken Frauen"
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung

Die Fußballparty des Jahres in Bochum, Mönchengladbach und Leverkusen
Wenn die besten Fußballerinnen um den FIFA World Cup spielen, steigt beim NRWM FanFest die Party des Jahres. Unter dem Titel "Starke Frauen" mit Top-Acts von starken Frontfrauen wie Kim Wilde, Juli, Christina Stürmer, Tina Dico, Klee und natürlich Public Viewing wird in Bochum, Mönchengladbach und Leverkusen eine große Fußballparty mit insgesamt über 40.000 Fans gefeiert. Zum Auftakt der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land wird beim NRWM FanFest die Fanmeile zur Partymeile. Ein Fest für alle Fußballbegeisterte und die, die es werden wollen; insbesondere für Familien und Jugendliche - ein Fest mit und für "Starke Frauen".
Neben einem hochkarätigen Bühnenprogramm mit Livemusik, Talks und Comedy, erwartet die Besucher eine spannende Fußball-Erlebniswelt, in der sich alles um das runde Leder dreht. Ob als lebende Kicker Figur im Human Soccer, beim Torwandschießen, beim Kicken auf engstem Raum oder beim wilden Ritt auf dem Rodeoball - hier gibt es den puren Sport-Spaß für Groß und Klein.
In einem Info-Road-Truck präsentiert das Landesministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport das gastfreundliche und begeisterte Sportland NRW mit dem Schwerpunkt Frauenfußball. Bereits jetzt kicken über 318.000 Mädchen und Frauen in über 3.100 Vereinen gegen das runde Leder. Die Welle der Begeisterung zur WM im eigenen Land soll noch mehr junge Menschen an den Sport heranführen. Dafür entwickelt das Land in Zusammenarbeit mit den Ausrichterstädten, dem DFB und seinen Teilverbänden unterschiedliche Aktionen. So wird es unter anderem zahlreiche Mädchenfußball-Aktionstage geben. "Dauerhaft werden wir das Projekt 'Mädchen - Mittendrin' unterstützen. Ein Projekt, das sich für die Integration von Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte einsetzt", so Sportministerin Ute Schäfer. "Fußball macht Mädchen fit und selbstbewusst - und aus starken Mädchen werden starke Frauen", weiß Ute Schäfer.
Ein weiteres Ziel ist es, für das Sportland NRW zu werben. "Wir werden die FIFA Frauenfußball Weltmeisterschaft nutzen, um unseren Ruf als gastfreundliches, weltoffenes, sportbegeistertes und organisationsstarkes Land gerecht zu werden", bekräftigt Sportministerin Ute Schäfer.
Der Eintritt zu allen drei NRWM FanFesten ist frei. Lediglich für das Fußballfest in Leverkusen benötigen die Besucher im Vorfeld kostenlose Tickets. Diese erhalten sie in folgenden Geschäftsstellen: EVL City Point, Friedrich-Ebert-Platz 11, Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, Sport- und Freizeitbad CaLevornia, Bismarckstr.182, Smidt-ARENA / WM-Büro, Bismarck-Str.127.
NRWM FanFest-Programm in Bochum, Mönchengladbach und Leverkusen zum Herunterladen (PDF, 326 KB)
Der große Fußball-Funpark
Neben dem hochkarätigen Bühnenprogramm präsentiert das NRWM FanFest in Bochum, Leverkusen und Mönchengladbach eine actiongeladene Fußball-Erlebniswelt: den großen Fußball-Funpark. Zahlreiche Sport- und Spielinstallationen der besonderen Art versprechen jede Menge Spaß für Jung und Alt.
Das Programm zum großen Fußball-Funpark zum Herunterladen (PDF, 177 KB)
Zurück zu Sportland Nordrhein-Westfalen
Weitere Informationen unter www.sportland.nrw.de
Die deutsche Nationalmannschaft
Die Titelverteidigerinnen sind nicht nur Favorit, sondern auf ihnen lastet auch die besondere Bürde des Heimspiels.
Bundestrainerin Silvia Neid hat ihr Team gut gemischt. Zu den bekannten Leistungsträgerinnen wie Birgit Prinz, Nadine Angerer und Inka Grings kamen junge Spielerinnen wie Lira Bajramaj, Alexandra Popp und Célia Okoyino da Mbabi ins Team. Routine und Talentförderung prägen die Mannschaft.
Die bekannten Leistungsträgerinnen sind auch gleichzeitig die „Stars“ des Teams. Birgit Prinz ist dreimalige FIFA Weltfußballerin, Rekordspielerin und deutsche Rekordtorschützin. Inka Grings, wurde zweimal in Folge zur Spielerin des Jahres gekürt und erhielt ihren Ruf als Torjägerin bei den EM-Endrunden 2005 und 2009, wo sie jeweils zur Torschützenkönigin ernannt wurde. Nadine Angerer ist eine verlässliche Größe im Tor. Das stellte sie besonders bei der Fifa Frauen-WM 2007 in China unter Beweis.
6 Spielerinnen des 21-köpfigen Kaders spielen in nordrhein-westfälischen Fußballvereinen und 7 Nominierte wurden in Nordrhein-Westfalen geboren.
Der Kader der Frauen-Nationalmannschaft für die WM 2011:
Tor
- Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt)
- Ursula Holl (FCR 2001 Duisburg)
- Almuth Schult (Magdeburger FFC)
Abwehr
- Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt)
- Linda Bresonik (FCR 2001 Duisburg)
- Verena Faißt (VfL Wolfsburg)
- Lena Goeßling (SC 07 Bad Neuenahr)
- Annike Krahn (FCR 2001 Duisburg)
- Babett Peter (1. FFC Turbine Potsdam)
- Bianca Schmidt (1. FFC Turbine Potsdam)
Mittelfeld
- Fatmire Bajramaj (1. FFC Turbine Potsdam)
- Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt)
- Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt)
- Ariane Hingst (1. FFC Frankfurt)
- Kim Kulig (Hamburger SV)
- Simone Laudehr (FCR 2001 Duisburg)
- Celia Okoyino da Mbabi (SC 07 Bad Neuenahr)
Angriff
- Inka Grings (FCR 2001 Duisburg)
- Martina Müller (VfL Wolfsburg)
- Alexandra Popp (FCR 2001 Duisburg)
- Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt)
Zurück zu Sportland Nordrhein-Westfalen
Weitere Informationen unter www.sportland.nrw.de
Sport - Schule des Lebens
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
Sportministerin Ute Schäfer freut sich auf die Frauenfußball-WM und will den Mädchenfußball in NRW voranbringen
Frau Schäfer, ist die Ministerin nur für Sport zuständig oder treibt sie auch aktiv Sport?
Ute Schäfer: Ich bin mit Sport groß geworden. Bevor ich in die Politik gegangen bin, habe ich sehr engagiert Volleyball gespielt, bis in die Landesliga. Das habe ich mit großer Leidenschaft gemacht, mit allem, was dazugehört: Training, Spiele, Mannschaftsleben. Doch nach dem letzten Bänderriss habe ich dann gedacht: So, jetzt ist die Zeit für einen Wechsel da. Leider bleibt mir heute während meiner Arbeit nur noch Joggen und Schwimmen. Ich jogge zweimal in der Woche, morgens bevor ich ins Ministerium fahre. Das Schwimmen reduziert sich auf die Wochenenden, dann gehe ich sehr gerne in meiner Heimat ins Thermalbad von Bad Salzuflen.
Welche Bedeutung hat die Frauenfußball-WM für Nordrhein-Westfalen?
Ute Schäfer: Es ist wunderbar, dass wir drei Spielorte haben; für uns sind zwei Punkte sehr wichtig. Zum einen möchten wir natürlich den Frauenfußball in Nordrhein-Westfalen nachhaltig unterstützen und stärken. Er ist eine gute Marke für unser Land. Zum anderen möchten wir uns auch bei dieser Fußball-WM gerne als das gastfreundliche, weltoffene und sportbegeisterte Bundesland zeigen, das wir sind.
Wie machen Sie das?
Ute Schäfer: Die Landesregierung unterstützt die Weltmeisterschaft mit einem großen Rahmenprogramm, mit Festivals in Bochum, Leverkusen und Mönchengladbach. Wir haben zusammen mit den Partnern aus dem Tourismus einen Guide erstellt, um auch internationalen Gästen ein gutes Angebot zu machen. Die drei Städte stellen sich vor und werben für sich und auch für Nordrhein-Westfalen. Alle, die in einem Umfeld einer Fußballweltmeisterschaft dabei sind, sollen überzeugt sein, dass es sich lohnt, nach Nordrhein-Westfalen zu kommen, weil wir in Sport, in Kunst und in Kultur viel zu bieten haben.
Ihr Thema ist, war und bleibt die Bildungspolitik. Kann die Frauenfußball-WM auch genutzt werden, um diese Sportart im Schulsport interessanter zu machen?
Ute Schäfer: Zunächst muss ich sagen, dass Frauenfußball vor allem Mädchenfußball ist. Mädchenfußball ist im Schulsport wirklich im Kommen. Natürlich nehmen wir die Weltmeisterschaft zum Anlass, die Schulen zu bitten, im Umfeld der Fußballweltmeisterschaft das Thema im Unterricht einzubringen und die Spiele zu besuchen. Das betrifft vor allem die Schulen im Umfeld der Veranstaltungsorte. Außerdem: Wir haben in Nordrhein-Westfalen über 318 000 junge Mädchen und Frauen, die in 3100 Vereinen Fußball spielen. Außerdem fördern wir die Sportart in den drei Leistungsstützpunkten Kamen-Kaiserau, Bochum und Leverkusen.
Die Erfolge sind sichtbar, schließlich stehen sechs Spielerinnen aus NRW im Kader der deutschen Nationalmannschaft.
Ute Schäfer: NRW ist eine Keimzelle für guten Frauenfußball, und wir möchten Fußball noch stärker als Integrationsmotor nutzen. Dafür haben wir ein Projekt gestartet, das heißt „Mädchen mittendrin“. Junge Mädchen mit Migrationshintergrund und Zuwanderungsgeschichte sollen über den Fußball noch stärker in die Gesellschaft eingebunden werden. Wenn ich die Kader von Frauen- und Männernationalmannschaft vergleiche, sieht man, dass es im Bereich Integration bei den Frauen durchaus noch Potenziale gibt.
Welche Bedeutung hat der Sport heute in der Gesellschaft?
Ute Schäfer: Ich bezeichne Sport gerne als Schule des Lebens. Man lernt vor allem im Mannschaftssport viele Dinge, die man im Leben gebrauchen kann. Das gemeinsame Gewinnen, das gemeinsame Verlieren, den Mannschaftsgeist, den Respekt vor anderen Menschen, das Einsetzen von Kräften und vor allen Dingen das Hinarbeiten auf ein Ziel. All diese Dinge bekommt man mit, wenn man mit dem Sport groß wird und Mitglied eines Teams ist. Deswegen ist die gesellschaftliche Bedeutung des Sports nicht zu unterschätzen. Für mich ist Sport ein Teil der Lebensbildung. Außerdem ist Sport in einzigartiger Weise geeignet, Gräben zuzuschütten, die aus welchen Gründen auch immer zwischen unterschiedlichen Nationen entstanden sind. Das gemeinsame Sportspiel ist die internationale Verständigung - da spielt Hautfarbe, Kultur, Religion keine Rolle.
Erwarten Sie wie 2006 ein Sommermärchen?
Ute Schäfer: Das hängt natürlich vom Wetter ab. Ich glaube, diese Fußballweltmeisterschaft wird eine ganz eigene Ausstrahlung haben. Ein großes und fröhliches Sommerfest für alle – in den Stadien und im ganzen Land. Das wünsche ich uns!
Das Interview mit Sportministerin Ute Schäfer führte Karl-Heinz Steinkühler. (Redaktion: 06.06.2011)
Es ist entnommen der Publikation: "21 von uns" - FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011, 26. Juni - 17. Juli 2011, Bochum - Leverkusen - Mönchengladbach
Jugendliche interviewen Ministerin Ute Schäfer
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
Am Rande des Spiels der Frauen-Fußball WM Japan - Neuseeland am 27. Juni 2011 in Bochum hatte das Jugend-macht-Radio-Team Gelegenheit, neben Steffi Jones auch Sportministerin Ute Schäfer für ein Interview zu gewinnen.
Das Interview und den "Sportsong" von der Abschlussveranstaltung "Funkhaus" des 11. Wettbewerbs Jugend macht Radio können Sie hier anhören.
Die Geschichte des Frauenfußballs
Bereits im Mittelalter spielte man in England und Italien an Feiertagen volkstümliche Fußballspiele. Ganz ohne Regeln und mit Händen und Füßen. Dabei ging es meist sehr rau zu. Bis es zu einem regulierten Spiel kam, sollten noch viele Jahre vergehen. Bis es zu den ersten offiziellen Spielen der Frauen kam, noch viel mehr.
England - das Mutterland des Fußballs für Männer und Frauen
Als Geburtsstunde des Fußballs gilt das Jahr 1868, als in London die Football Association (FA) gegründet wurde. War dies zuerst ein Spiel des Adels und des wohlhabenden Bürgertums, entwickelte sich Fußball sehr schnell zum Sport der Unterschicht. 1888 wurde die englische Profiliga gegründet. Und schon 1894 gründete die Londonerin Netty Honeyball den ersten englischen Frauenfußballverein, die British Ladies. Zum ersten Damenfußballspiel, das nach den offiziellen Regeln der FA durchgeführt wurde, kamen 10.000 Zuschauer. Aber die Spiele der Frauen waren vielen Menschen ein Dorn im Auge. Erst nach Beginn des ersten Weltkriegs änderte sich die Situation. Die Frauen übernahmen immer mehr männliche Arbeiten und gestalteten auch ihre Freizeit auf Betriebsebene "männlich". Sie spielten Fußball. Die berühmteste Mannschaft waren die Dick Kerr´s Ladies aus der Munitionsfabrik Dick, Kerr and Co. Das Geld, das sie während ihrer Spiele einnahmen, kam karitativen Zwecken zu Gute. Die Arbeiterinnen gingen mit ihren Spielen auf Tournee. Im März 1920 traten sie in Chelsea vor 61.000 Zuschauern gegen die französische Mannschaft Femina Paris an. Im Dezember 1920 füllte ihr Spiel die Heimstätte des FC Everton, den Goodison Park, mit 53.000 Zuschauern. Aber nach dem Krieg spielten auch die Männer wieder Fußball und man empfand die Frauen als lästige Konkurrenz. Hatte die FA die Frauen bisher unterstützt, endete dies im Jahr 1921. Die Dick Kerr´s Ladies existierten noch bis 1965. Dann mussten sie aufgeben.
Frauenfußball in Frankreich, Schweden und Österreich
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
In Frankreich wurde 1912 der Sportklub Femina Paris gegründet, der auch Fußballerinnen in seinen Reihen hatte. Aber nicht nur in Paris sondern auch in Reims, Toulouse und Marseille entstanden Frauenfußballteams. Das erste offizielle Damenfußballspiel fand am 28.04.1918 als Vorspiel der Herrenpartie Frankreich gegen Belgien statt. 1919 wurde die erste offizielle Damenfußballmeisterschaft ausgetragen.
In Schweden gab es bereits gegen Ende des ersten Weltkriegs Frauenfußball, der gegen Herrenmannschaften ausgeübt wurde. Erst 1918 fand das erste reine Frauenfußballspiel in Stockholm und 1956 das erste reine Frauenturnier statt.
In Österreich suchte 1923 eine Wiener Zeitung Frauen für ein Damenteam und es meldeten sich 150 Interessentinnen. Mitte der 1930er Jahre gründete sich die österreichische Damenfußballunion und organisierte Frauenfußballspiele in Prag. 1936 spielten neun Teams in Wien die Meisterschaft aus und der DFC Austria wurde 1. Österreichischer Meister. Mit der Annektierung Österreichs durch die Nationalsozialisten 1938 wurde Frauenfußball verboten.
Die Entwicklung des deutschen Frauenfußballs
Im deutschen Kaiserreich wurde 1894 von den Gymnasiallehrern Dr. Konrad Koch und August Hermann am Martino-Katharineum Braunschweig im Sportunterricht Fußball eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt ein reiner Jungensport.
Leibesübungen für das sogenannte schwache Geschlecht waren nicht vorgesehen. Es hätte ja zu gesundheitlichen Schädigungen führen können, wurde vordergründig angeführt. Das änderte sich erst in der Weimarer Republik. Sport erhielt einen anderen Stellenwert. Er wurde öffentlich gefördert und damit ein Massenphänomen. 1928 wurden erstmals Frauen zu Leichtathletikwettbewerben zugelassen. 1930 gründete die couragierte Metzgerstochter und spätere Kabarettistin Charlotte "Lotte" Specht mit dem 1. DDFC Frankfurt den ersten deutschen Frauenfußballverein. Durch eine Anzeige in der Zeitung kamen 40 interessierte Frauen zusammen. Lotte Specht erzählte später, dass sie verlacht, verspottet und sogar mit Steinen beworfen wurden. Der 1. DDFC konnte sich nur ein Jahr halten. Unterstützung durch den DFB erhielt der Verein nicht.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich das Frauenbild. Die Frauen wurden aus Bildung und Beruf verdrängt. Gymnastik und Schwimmen wurden als Frauensportarten geduldet. Alles andere hätte der Frau geschadet, denn als nationale Aufgabe stand an erster Stelle die Mutterschaft.
Nordrhein-Westfalen wird zur Hochburg der Frauenfußballs
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
Nach dem Krieg gründete sich der DFB 1949 als alleiniger Dachverband. Zwar hatte es mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland eine grundgesetzliche Gleichstellung von Mann und Frau gegeben, doch Nachkriegsdeutschland war konservativ und patriarchalisch, und das zeigte sich auch im Sport. Frauen, die Fußball spielten, waren nicht gern gesehen. Doch auf der Straße kickten nicht nur Jungen, sondern auch immer mehr Mädchen. Und in Nordrhein-Westfalen trainierten und spielten Frauen 1951 bei Blau-Weiß Oberhausen. Aber als Rolf Warschun ein öffentliches Spiel austragen wollte, stieß er auf Ablehnung. Da die Frauen dennoch aufliefen, wurde Rolf Warschun von allen Ämtern enthoben und erhielt eine lebenslange Verbandssperre für alle Fußballämter.
Nach dem Wunder von Bern hatte die Fußballeuphorie auch die Damenwelt ergriffen und 1955 gründete sich in Hamburg eine Damenelf. Aber zu einer Hochburg des Frauenfußballs entwickelte sich das Ruhrgebiet. In der direkten Nachbarschaft hatte man die kickenden Holländerinnen, und dort gab es bereits 1955 zahlreiche Damenklubs. Anfang 1955 wurden die Teams von Gruga Essen und Fortuna Dortmund gegründet. Und auch in Mönchengladbach entstand ein Damenteam. Eine bekannte Fußballerin aus dieser Zeit war Lotti Beckmann, die im ersten Länderspiel der noch inoffiziellen deutschen Mannschaft gegen die Niederlande das erste Länderspieltor schoss.
Der DFB verbietet am 30. Juli 1955 Damenfußball
"Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut. Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zuschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anmut", daher verbot der DFB seinen Vereinen, Damenabteilungen zu gründen oder bei sich aufzunehmen. Zuwiderhandlung wurde unter Strafe gestellt.
In Nordrhein-Westfalen stieß dieses Verbot auf heftigen Protest. In Essen wurde 1956 der Westdeutsche-Damen-Fußball-Verband e.V. gegründet. Teams wie der 1. DFC Mönchengladbach, 1. DFC Duisburg-Hamborn, Kickers Oberhausen, Kickers Essen, Grünweiß Dortmund, Gruga Essen und Fortuna Dortmund aber auch der 1. DFC Nürnberg und der 1. DFC München kickten auf kommunalen Plätzen weiter. Wohn- und Trainingsorte lagen meist weit auseinander und die Frauen nahmen diese weiten Wege gerne auf sich. Aber die Kickerinnen mussten sich auch viel Hohn und Spot gefallen lassen. Doch wenn die zuvor spottenden Zuschauer das technisch und spielerisch gute Spiel der Frauen erst einmal gesehen hatten, kamen sie nicht umhin, die Spielerinnen zu loben. Am 23. September 1956 fand das erste Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden statt, das Deutschland mit 2:1 gewann. 1957 spielte im Münchener Dante Stadion West-Deutschland gegen West-Holland, das die deutschen Frauen vor 14.000 Zuschauern erneut für sich entschieden, diesmal mit 4:2. Selbst die Presse schrieb nun positiv über das Spiel der deutschen Frauen. Nur der DFB war erbost. Im August 1957 wurde der 1. Vorsitzende des Westdeutschen-Damen-Fußball-Verband e.V Willi Ruppert wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten aus dem Vorstand entlassen. Dieser reagierte empört, gründete den Deutschen-Damen-Fußball-Bund sowie ein zweites Damen-Nationalteam. Er organisierte im November 1957 eine inoffizielle Damen-Europameisterschaft, an der die Teams aus England, Österreich, Holland und Deutschland teilnahmen. Dieses Turnier wurde ein finanzielles Fiasko und weil auch Hotelrechnungen unbezahlt blieben, wurden gegen die Veranstalter Haftbefehle erlassen.
Der DFB hebt das Verbot auf
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
Ende der 1960er Jahre änderte sich die BRD. Die Studentenbewegungen lösten eine Veränderung des bisher autoritären Systems aus. Die Emanzipationsbewegung der 1968er erfasste auch den Sport. Ende der 1960er Jahre spielten in Deutschland rund 60.000 Frauen trotz DFB-Verbots Fußball. Der Aufschwung des Frauenfußballs ging einher mit neuem weiblichem Selbstbewusstsein und dem Bestreben nach Gleichbehandlung der Geschlechter.
Im Mai 1970 richtete der SC 07 Bad Neuenahr ein Damenturnier aus, an dem 12 Teams teilnahmen. Die erste inoffizielle Damen-Fußballweltmeisterschaft fand im Sommer 1970 statt. Der SC 07 Bad Neuenahr vertrat Deutschland. Um einen Wildwuchs verschiedener Verbände zu unterbinden und auch keine Konkurrenz aufkommen zu lassen, entschloss sich der DFB am 31. Oktober 1970, sein Damenfußball-Verbot aufzuheben. Aber es gab ein besonderes Regelwerk für die Frauen. Sie mussten mit einem kleinen Jugendball spielen, durften keine Stollenschuhe tragen und die Spielzeit wurde auf 30 Minuten je Halbzeit begrenzt.
Nachdem bereits 1971 in Hamburg die erste Stadtmeisterschaft mit 28 Teams ausgetragen wurde, fand 1973 die erste inoffizielle Meisterschaft um den "Goldpokal" statt und wurde ein großer Erfolg. Daher organisierte der DFB 1974 die erste offizielle Deutsche Frauenfußballmeisterschaft. Im Finale standen TuS Wörrstadt und Eintracht Erle (Gelsenkirchen). Der NRW-Verein unterlag vor 4.000 Zuschauern mit 0:4. Das erste Länderspiel der DFB Frauen-Nationalmannschaft 1982 unter Bundestrainer Gero Bisanz gegen die Schweiz gewann das DFB-Team mit 5:1.
Erfolgreiche NRW-Klubs und Bundestrainer
Der erste Bundestrainer der Frauen
Der heute 76-jährige Gero Bisanz wurde 1935 in Westpreußen geboren. Über Niedersachsen kam er mit 18 Jahren nach Köln. Hennes Weisweiler hatte ihn zum 1. FC Köln geholt. Später spielte Bisanz bei Viktoria Köln. Hier beendete er seine aktive Karriere, wurde Trainer von verschiedenen Kölner Vereinen und Bayer Leverkusen. Der DFB bot Gero Bisanz 1980 das Traineramt an. 1982 übernahm er die neugegründete Damen-Nationalmannschaft. Schon 1986 hatte er eine Co-Trainerin, die in die Frauenfußballgeschichte einging - Tina Theune. Gemeinsam setzten sie auf Nachhaltigkeit und wurden mit der Europameisterschaft 1989 für ihre Arbeit belohnt. Zwei weitere Europameistertitel folgten 1991 und 1995. Nach der Olympiade 1996 übergab Gero Bisanz an Tina Theune.
Die erste Bundestrainerin
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
Tina Theune erblickte in Kleve das Licht der Welt. Vom Niederrhein kam sie 1974 als Fußballspielerin zu Grün-Weiß Brauweiler. Schon 1972 hatte sie ihr Sportstudium an der Sporthochschule Köln begonnen und traf auf den dort als Trainerausbilder tätigen Gero Bisanz. Unter ihm erwarb sie als erste Frau in Deutschland 1985 die Fußball-Lehrer-Lizenz, die auch zum Trainieren der Nationalmannschaften berechtigt. 1986 wurde sie Assistentin von Gero Bisanz und löste Anne Trabant-Haarbach ab. Als Tina Theune-Meyer übernahm sie 1996 den Bundestrainerposten, ihre Assistentin wurde Silvia Neid. Mit Tina Theune-Meyer wurden die Fußballfrauen 1997, 2001 und 2005 Europameisterinnen, 2003 Weltmeisterinnen und nahmen 2000 und 2004 an den Olympischen Spielen teil. 2005 übernahm Silvia Neid das Traineramt. Bereits 2002 erhielt Tina Theune-Meyer das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihre Tätigkeiten rund um den Frauenfußball. Seit 2008 trägt sie wieder ihren Geburtsnamen Tina Theune.
Der Rekordmeister
1976 wurde der SSG Bergisch-Gladbach gegründet und damit begann eine bis heute nicht übertroffene Meisterserie. Eine Person war an diesen Erfolgen maßgeblich beteiligt: Anne Trabant-Haarbach. Sie war als Spielerin beim TuS Wörrstadt und als Spielertrainerin beim Bonner SC erfolgreich, mit dem sie eine Meisterschaft gewann. Dann kam sie als Spielertrainerin nach Bergisch-Gladbach. Der SSG wurde unter ihrer Regie zwischen 1977 und 1989 neun Mal Meister und drei Mal Pokalsieger. Eine Spielerin, die von 1983 bis 1985 für den SSG Bergisch-Gladbach auflief war Silvia Neid. Insgesamt trugen 19 Spielerinnen des SSG auch das Trikot der Nationalmannschaft. Die gesamte Bergisch-Gladbacher Frauenfußballabteilung wechselte 1996 zum TuS Köln rrh. Dieser ging im Juli 2008 geschlossen zu Bayer 04 Leverkusen.
FFC Brauweiler-Pulheim
In den 1970ern wurde im Schatten der Abtei in Brauweiler ein Frauenteam gegründet, das unter dem Namen des Männerclubs Grün-Weiß Brauweiler auflief.
1991 gelang den Frauen eine Sensation: als Zweitligist kam Brauweiler ins Finale des DFB-Pokals und besiegte den amtierenden Meister TSV Siegen mit 1:0. 1994 und 1997 gewann Brauweiler erneut den Pokal und den Supercup. An den Erfolgen waren Spielerinnen wie die junge Nationalspielerin Navina Omilade oder so namhafte Spielerinnen wie Tina Theune, Silke Rottenberg, Bettina Wiegmann, die heute die U15 trainiert oder Maren Meinert, die als Trainerin mit der U20-Nationalmannschaft Weltmeister wurde. Im Juli 2000 trennte sich die Frauenabteilung vom SV Grün-Weiß Brauweiler und gründete sich unter FFC Brauweiler-Pulheim 2000 neu. Nach einer sportlichen Talfahrt bis hinunter in die Regionalliga West folgte ein Wiederaufstieg und in der Saison 2008/2009 konnte sich die Mannschaft schon frühzeitig den Meistertitel in der Regionalliga sichern. Zum 1. Juli 2009 folgte der Übertritt zum 1. FC Köln.
Den einzigen Meistertitel gewann der FFC Brauweiler-Pulheim 1997. Da siegten sie nach Elfmeterschießen mit 6:4 gegen den FC Rumeln-Kaldenhausen (heute FCR 2001 Duisburg).
FCR 2001 Duisburg
- Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
-
Der FC Rumeln-Kaldenhausen gründete 1977 eine Frauenfußballabteilung. Damit wurde der heute erfolgreichste nordrhein-westfälische Frauen-Fußball-Verein geboren. 1990 stiegen die Frauen in die Regionalliga West auf, 1993 in die damalige höchste Liga, 1997 gewannen sie die Qualifikation für die eingleisige Bundesliga. Dort änderten die Duisburgerinnen ihren Namen. Aus dem FC Rumeln-Kaldenhausen wurde der FCR Duisburg 55. Spielten schon seit Anfang der 90er Spielerinnen wie Maren Meinert (danach Brauweiler) und Martina Voss in Duisburg, kam 1995 Inka Grings in die Mannschaft. 1998/99 kam die ehemalige Nationalspielerin Kerstin Stegemann. Im Jahr 2000 unterschrieb Nationalspielerin Linda Bresonik. Ärger um einen Rasenplatz, der zwar von den Männern, aber nicht von den Frauen genutzt werden durfte, führte dazu, dass sich die Frauen von den Männern abnabelten und in FCR 2001 Duisburg umbenannten. Zur Saison 2003/04 zogen die Löwinnen in das neu erstellte PCC-Stadion um. 2004 kamen die Nationalspielerinnen Fatmire "Lira" Bajramaj, Annike Krahn und Simone Laudehr ins Team. Zur Saison 2005/06 hatte Dietmar Herhaus den Trainerposten von Jürgen Krust übernommen, vom dem er 2006 zurücktrat. Thomas Obliers übernahm das Traineramt. Nachdem er 2008 überraschend zurücktrat, übernahm Martina Voss-Tecklenburg das Training. Bis Februar 2011 war sie Trainerin der Löwinnen.
Lira Bajramaj wechselte 2009 zu Turbine Potsdam und wird in der Saison 2011/12 für den 1. FFC Frankfurt auflaufen. Weitere Nationalspielerinnen im Kader des FCR 2001 Duisburg sind: Ursula Holl, Sonja Fuss, Alexandra Popp und Simone Laudehr.
Quellen:
Verlacht, verboten und gefeiert der Bundeszentrale für politische Bildung
Frauenfußball von A – Z Originalausgabe 2010 erschienen im Humboldt Verlag
Frauenfußball - Der lange Weg zur Anerkennung, Werkstatt Verlag 2009
Deutscher Fußball-Bund
FIFA
Buchtipp:
Okka Gundel, 11 Freundinnen müsst ihr sein,
2011 erschienen im Knaur Verlag
Zurück zu Sportland Nordrhein-Westfalen
Weitere Informationen unter www.sportland.nrw.de