Mädchen mittendrin - Mehr Chancen für Mädchen durch Fußball


In 2009 startete in Nordrhein-Westfalen das Projekt "Mädchen mittendrin - mehr Chancen für Mädchen durch Fußball". Das Projekt verbindet die Fußballbegeisterung vieler junger Mädchen sowie die integrative Kraft des Fußballs und schafft durch Kooperationen von Fußballvereinen und Schulfußball-AGs an Grundschulen Fußballangebote für Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund.

Das Ziel des Projekts besteht darin, vor allem Mädchen aus Stadteilen mit schwieriger Sozialstruktur in die Sportvereine zu holen und sie auf diesem Weg in unsere Gesellschaft zu integrieren. Dieses Vorhaben wird bislang an 12 Standorten in Nordrhein-Westfalen mit großem Erfolg realisiert. Angesichts des großartigen Feedbacks und der hervorragenden Resonanz haben sich das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Projektleiter Dr. Ulf Gebken von der Universität Oldenburg zu einer Fortsetzung des Projekts "Mädchen mittendrin - Mehr Chancen für Mädchen durch Fußball" entschlossen. Das Folgeprojekt erweitert seine Zielgruppe dabei um Mädchen aus sozial benachteiligten Familien, um diesen die Teilhabe an sportlicher Aktivität zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Neben der Fortführung des Projekts an den bereits bestehenden Standorten werden ab 2012 acht neue Standorte aufgebaut.

Das Projekt setzt sich aus folgenden vier Bausteinen zusammen, die es ermöglichen, besonders niederschwellige und kostenlose Angebote wahrzunehmen:

  • Mädchenfußball- AGs: Arbeitsgemeinschaften an Grundschulen dienen als Einstieg in den Mädchenfußball. Die AGs werden in enger Zusammenarbeit mit einem schulnahen Fußballverein angeboten.
  • Fußball- Assistentinnen- Ausbildung: 14- bis 17-jährige jugendliche Sekundarschülerinnen werden in dreitägigen Kursen zu Fußballassistentinnen ausgebildet, um bei der Betreuung und Anleitung der fußballbegeisterten Mädchen in Schule und Verein zu helfen.
  • Mädchenfußball- Turniere: Schulfußballturniere bieten die Möglichkeit die erworbene Technik und Taktik in die Praxis umzusetzen. Die Turniere werden von Fußballassistentinnen und häufig in Zusammenarbeit mit den beteiligten Sportvereinen organisiert und umgesetzt.
  • Mädchenfußballcamps: Die Camps, welche sich über einen Zeitraum von einem bis drei Tagen erstrecken können, geben den Mädchen die Möglichkeit, ihre fußballerischen Fähigkeiten weiter auszubauen und unterstützen die Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. So lassen sich aufgrund des vielfältigen Angebots das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der Mädchen nachhaltig positiv beeinflussen.

Neben dem Projektleiter Dr. Ulf Gebken (Universität Oldenburg) stehen für die Umsetzung der Projektidee die Ansprechpartner/Ansprechpartnerinnen Bastian Kuhlmann (zuständig für die Region Westfalen), Katharine Althoff (zuständig für die Regionen Niederrhein und Mittelrhein) sowie Ellen Köttelwesch zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Kontakten erhalten im Flyer (PDF, 779 KB) und in der ausführlichen Broschüre (PDF, 2 MB).