Sport in Bildung und Wissenschaft


Auch der Sport ist auf wissenschaftliche Hilfe angewiesen. Seit Ende der sechziger Jahre nimmt die Nachfrage nach Erkenntnissen der Sportwissenschaft enorm zu. Aus den Mutterfächern Medizin, Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Geschichte entwickelte sich die eigenständige sportwissenschaftliche Disziplin mit heute mehr als 25 Fächern.

Die Sportwissenschaft versteht sich als integrative Wissenschaft. Sie untersucht die komplexen Phänomene des Sports, orientiert an aktuellen Problemstellungen der Praxis. Um ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen umsetzen zu können, braucht die Sportwissenschaft Unterstützung. In Nordrhein-Westfalen werden deshalb ausgewählte Forschungsvorhaben finanziell gefördert. Wie wird der Sport der Zukunft aussehen? Vieles hängt von der Qualität seiner wissenschaftlichen Forschung ab. Dafür arbeitet ein dichtes Netz sportwissenschaftlicher Institute an den Universitäten und Gesamthochschulen in NRW:


Vertreten sind hier vorrangig die Lehramtsstudiengänge, aber immer mehr außerschulisch orientierte Studiengänge kommen hinzu.

Eine bedeutende Rolle in Forschung und Lehre nimmt die Deutsche Sporthochschule Köln ein. Sie wurde 1947 als Nachfolgeinstitution der ehemaligen Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin gegründet und ist seit 1970 offiziell anerkannt als wissenschaftliche Hochschule des Landes Nordrhein-Westfalen mit Satzungs-, Promotions- und Habilitationsrecht. Die Hochschule hat aktuell 5.200 Studierende aus 59 Ländern. Davon sind rund 33 % weiblich; 7 % der Studierenden kommen aus dem Ausland. Die Deutsche Sporthochschule Köln ist eine beispiellose und erfolgreiche Institution für den Sport in der Bundesrepublik Deutschland und gilt weltweit als Vorbild für sportwissenschaftliche Einrichtungen.

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