
Kunst und Kultur von Frauen
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Etwa ein Drittel aller Kunstschaffenden in Nordrhein-Westfalen ist weiblich. In kulturellen Führungspositionen befinden sich allerdings kaum Frauen. Die Landesregierung unterstützt Kunst und Kultur von Frauen seit 1991 mit einem eigenen Haushaltstitel.
Institutionen und Organisationen
Aus diesem Titel fließen Mittel zum Beispiel als institutionelle Förderung für das Frauenkulturbüro NRW, das Beratung und Lobbyarbeit leistet. In Kooperation mit anderen Organisationen und Institutionen initiiert das Frauenkulturbüro zudem Präsentationen nordrhein-westfälischer Künstlerinnen aller Sparten. Alle zwei Jahre vergibt das Frauenkulturbüro darüber hinaus fünf Stipendien an Bildende Künstlerinnen mit Kindern. Es organisiert auch die Vergabe des „Künstlerinnenpreises Nordrhein-Westfalen“, den jeweils zwei Preisträgerinnen erhalten. Jedes Jahr werden Künstlerinnen einer anderen Sparte geehrt. Darunter finden sich zum Beispiel die Fotografin Candida Höfer, die Choreografin Henrietta Horn oder auch die freie Autorin und Schauspielerin Emine Sevgi Özdamar. Als weitere Institution wird der FrauenMediaTurm (FMT) in Köln institutionell gefördert. Das Informationszentrum zur Geschichte der Emanzipation von Frauen beherbergt die größte Spezialbibliothek zur Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung im deutschsprachigen Raum. Es wurde als gemeinnützige Stiftung auf Initiative von Alice Schwarzer eingerichtet.
Bildende Kunst
Das Frauenmuseum in Bonn hat es sich seit 1981 zur Aufgabe gemacht, die Kunst von Frauen zu fördern und in der Kulturgeschichte zu verankern. Rund 350 Mitglieder haben seither über 500 Ausstellungen von 2500 Künstlerinnen ermöglicht. Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport unterstützt mit Projektmitteln.
Medienkünstlerinnen können alle zwei Jahre ein Stipendium über den Dortmunder Hartware MedienKunstVerein erhalten.
Film
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Das Internationale Frauenfilmfestival Köln / Dortmund (IFFF) entstand aus zwei voneinander unabhängigen Festivals in Dortmund und in Köln, die fusionierten. Das IFFF findet im Wechsel in Köln und in Dortmund statt. Gezeigt werden Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Experimentalfilme von Frauen aus aller Welt. 6500 Besucherinnen und Besucher wollten 2010 in Köln Filme rund um den Länderschwerpunkt "Balkan" sehen.
Den mit 25 000 Euro dotierten Internationalen Preis für Spielfilmregisseurinnen erhielt Susanna Nicchiarelli für ihren Film "Cosmonauta". Neben der Filmpräsentation sind die Bildung von Schülerinnen und Schülern im Bereich Film und fachspezifische Foren wichtige Anliegen des IFFF. Im Jahr 2011 wird das Festival wieder in Dortmund stattfinden.
Musik
Der Landesmusikrat führt jährlich spezielle Projekte für Musik von Frauen durch. Dazu gehören zum Beispiel die Konzertförderung für junge Komponistinnen aus Nordrhein-Westfalen sowie Kompositions-Workshops für Mädchen und junge Frauen. Im Bereich der modernen Musik fanden Workshops zu Remix und Improvisierter Musik statt. Eine CD-Reihe mit jungen Instrumentalsolistinnen sowie das Festival „Frau Musica“ zeigen der Öffentlichkeit die Fähigkeiten der Musikerinnen aus Nordrhein-Westfalen. Die Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker schreibt ein Stipendium speziell für junge Dirigentinnen aus.
Ansprechpartner/in:
Ulla Harting
ulla.harting@mfkjks.nrw.de
Hans-Jörg Bloh
hans-joerg.bloh@mfkjks.nrw.de
