
Kunst und Kultur von Frauen
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Etwa ein Drittel aller Kunstschaffenden in Nordrhein-Westfalen ist weiblich. In kulturellen Führungspositionen befinden sich allerdings kaum Frauen. Die Landesregierung unterstützt daher die Kunst und Kultur von Frauen.
Institutionen und Organisationen
So fließen Landesmittel als institutionelle Förderung an das Frauenkulturbüro NRW, das Beratung und Lobbyarbeit leistet. Weiterhin führt es Strukturen bildende Frauenkulturprojekte - wie z.B. das Mentoring-Programm für Künstlerinnen - durch. In Kooperation mit anderen Organisationen und Institutionen initiiert das Frauenkulturbüro zudem Präsentationen nordrhein-westfälischer Künstlerinnen aller Sparten. Alle zwei Jahre vergibt das Frauenkulturbüro darüber hinaus fünf Stipendien an Bildende Künstlerinnen mit Kindern. Es organisiert auch die Vergabe des Künstlerinnenpreises Nordrhein-Westfalen, den jeweils zwei Preisträgerinnen erhalten. Jedes Jahr werden Künstlerinnen einer anderen Sparte geehrt. Darunter finden sich zum Beispiel die Fotografin Candida Höfer, die Choreografin Henrietta Horn oder auch die freie Autorin und Schauspielerin Emine Sevgi Özdamar.
Als weitere Institution wird der FrauenMediaTurm (FMT) in Köln institutionell gefördert. Das Informationszentrum zur Geschichte der Emanzipation von Frauen beherbergt die größte Spezialbibliothek zur Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung im deutschsprachigen Raum. Es wurde als gemeinnützige Stiftung auf Initiative von Alice Schwarzer eingerichtet.
Projekte
Die Belange der "Kunst und Kultur von Frauen" in den Blick zu nehmen, ist die Aufgabe aller Förderbereiche. Aus diesem Grunde erfolgt die Förderung von Künstlerinnen mit den originären Fördermitteln der jeweiligen Kunstsparten. Diese Vorgehensweise gewährleistet eine stärkere Sensibilisierung für eine Förderung von Frauen im Kulturbereich.
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Stellvertretend für gelungene Projektförderungen ist aus dem Musikbereich die Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker zu nennen, die jährlich ein Stipendium speziell für junge Dirigentinnen ausschreibt, oder aus der Sparte Film das Internationale Frauenfilmfestival Köln / Dortmund (IFFF). Es entstand aus zwei voneinander unabhängigen Festivals, die fusionierten, und findet seither im Wechsel in Köln und in Dortmund statt. Gezeigt werden Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Experimentalfilme von Frauen aus aller Welt.
Auskunft zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Projektförderung erteilen die Dezernate 48 der Bezirksregierungen. Weitere Ansprechpartnerinnen und -partner sind bei den jeweiligen Sparten benannt.
Ansprechpartner/in:
Susanne Düwel
susanne.duewel@mfkjks.nrw.de
Hans-Jörg Bloh
hans-joerg.bloh@mfkjks.nrw.de
