
Jedem Kind ein Instrument
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Die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen bildet einen Schwerpunkt der Kulturellen Bildung. Bei dem Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ können Grundschulkinder ein Instrument ihrer Wahl erlernen.
"Jedem Kind ein Instrument" (JeKi) ist eine musikpädagogische Initiative: Alle Erstklässler im Ruhrgebietund und in Pilotprojekten außerhalb des Ruhrgebiets sollen die Möglichkeit erhalten, ein Musikinstrument zu erlernen. Das Angebot ergänzt den schulischen Musikunterricht und wendet sich explizit an alle Grundschulkinder, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Umfeld. Um die Integration unterschiedlicher Gruppen zu gewährleisten, gibt es verschiedene Gebührenermäßigungen und -befreiungen für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen.
Die Idee
JeKi hat 2003 in Bochum als Kooperationder Musikschule Bochum, der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. und den Grundschulen begonnen. Die Idee überzeugte: Die Kulturstiftung des Bundes und das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen im Jahr 2006 gemeinsam mit der Zukunftsstiftung Bildung, das Projekt auszudehnen. Mit neuem Konzept und unter Trägerschaft einer eigens dafür gegründeten Stiftung entstand ein Programm für das ganze Ruhrgebiet. JeKi war Kooperationsprojekt der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Nach der vierjährigen Einführungsphase beendeten wie geplant die Kulturstiftung des Bundes und die Zukunftsstiftung Bildung mit dem 31.07.2011 ihre Förderung. Seit dem Schuljahr 2011/12 ist das Land Nordrhein-Westfalen alleiniger Förderer.
Beteiligten sich im Anfangsjahr 2007/2008 34 Musikschulen und 219 Grundschulen mit insgesamt 7.065 Erstklässlern, so sind es im Schuljahr 2011/2012 bereits 56 Musikschulen, 659 Grundschulen und 27 Förderschulen mit insgesamt 60.719 Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 4.
"Jedem Kind ein Instrument" ist mittlerweile mehrfach preisgekrönt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Auch andere Städte in Deutschland haben es eingeführt.
Die Ausführung
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Mindestens 16 verschiedene Instrumente entdecken die Schülerinnen und Schüler im ersten Schuljahr. Die Kinder probieren die Instrumente aus und bauen einige auch nach, um die Prinzipien der Tonerzeugung verstehen zu können. Übungen zu Takt und Rhythmus stehen ebenso auf dem Programm wie Singen und Tanzen. Musikschullehrerinnen und -lehrer unterrichten mit ihren Grundschulkolleginnen und -kollegen gemeinsam im Tandem eine Schulklasse.
Das Spiel auf ihrem zuvor selbst ausgewählten Musikinstrument erlernen die Kinder ab dem zweiten Schuljahr. Musikschullehrerinnen und -lehrer unterrichten Kleingruppen von durchschnittlich fünf Kindern. Bereits in den ersten Unterrichtsstunden beginnen die Kinder mit dem gemeinsamen Musizieren.
Von der dritten Klasse an kommt zum Instrumentalunterricht das Spiel im Ensemble "Kunterbunt" hinzu. Jahrgangsübergreifend üben die Kinder einmal wöchentlich das Zusammenspiel als Schulorchester. Am Ende eines jeden Schuljahres gestalten die Kinder ein großes Abschlusskonzert vor Eltern, Verwandten und Freunden.
Ansprechpartner/in:
Die gemeinnützige Stiftung „Jedem Kind ein Instrument“ ist als Träger des Programms Ansprechpartner für die Musikschulen und Grundschulen sowie für interessierte Lehrer und Eltern.
Weiterführende Links:
Programminfos (PDF, 159 KB)
Zahlen und Fakten (PDF, 149 KB)
Pressestimmen (PDF, 122 KB)
Ansprechpartner/in:
Thomas Baerens
thomas.baerens@mfkjks.nrw.de
Birgit Maubach
birgit.maubach@mfkjks.nrw.de

