
Internationale Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen
Künstler überwinden Grenzen - das ist ihre beständige Herausforderung. Zumindest geographische Grenzen sollen sie bei ihrer kreativen Suche nicht beschränken. Denn wenn Kunst und Künstler Grenzen überwinden, dann bauen sie dabei immer auch Brücken zwischen Menschen. Für ein lebendiges Europa der Regionen ist dies unerlässlich. Die internationale Kulturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt deshalb Künstlerinnen und Künstler, aber auch Kompanien und Institutionen bei ihren Aktivitäten im Ausland. Besonders wichtig ist uns dabei die Zusammenarbeit mit europäischen Partnerländern, die sich im gesellschaftlichen Umbruch befinden.
Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport entwickelt die Leitlinien und Förderkriterien des Landes für die Internationale Kulturarbeit: Export- und Kooperationsförderung beim NRWKS. Hier liegt auch die Federführung für die Kultursaison „NRW in Polen 2011“, die 2012 mit einer Präsentation polnischer Künstler in Nordrhein-Westfalen ihren zweiten Höhepunkt finden wird.
Weitere Informationen zu Kultursaison NRW in Polen 2011/2012 - TAM'TAM
Die Internationale Kulturpolitk verfolgt verschiedene Ziele. Kulturschaffende brauchen für ihre Arbeit Inspiration und die Auseinandersetzung mit dem Neuen, dem Fremden. Der internationale Austausch kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Dies gilt insbesondere für Künstlerinnen und Künstler am Beginn ihrer Karriere. Zur internationalen Kulturpolitk des Landes gehört deshalb auch die Vergabe von individuellen Auslandsstipendien sowie die Nominierung von nordrhein-westfälischen Bewerberinnen und Bewerbern für die Deutsche Akademie Villa Massimo in Rom, die Villa Casa Baldi und die Cité des Arts in Paris.
Die individuelle Künstlerförderung und Kooperationsprojekte mit internationalen Partnern werden seit 2010 mit Landesmitteln umfassend vom NRW-KULTURsekretariat Wuppertal ausgearbeitet und eigenständig verwaltet. Dort ist auch das neue internationale Besucherprogramm angesiedelt. Es vernetzt Kulturschaffende und Künstler, Journalisten und Kulturverantwortliche aus dem Ausland mit Partnern in Nordrhein-Westfalen. Die Besuche in NRW dauern meist zwei bis fünf Tage und sind ganz auf den direkten persönlichen Kontakt ausgerichtet. Unterstützt wird das Besucherprogramm unter anderem durch Goethe-Institute und Botschaften.
Auch die Kunststiftung NRW ist im internationalen Künstleraustausch aktiv. Wir verweisen hier beispielhaft auf die Atelierprogramme in Mumbai (Bombay) und Istanbul (Bezirk Galata).
Die Internationale Kulturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen trägt dazu bei, Künstlerinnen und Künstler zwischen Rhein und Ruhr im Ausland bekannter zu machen. Sie wirbt damit gleichzeitig für das kreative und innovative Kulturland Nordrhein-Westfalen.
Ansprechpartner/in:
Susanne Düwel
susanne.duewel@mfkjks.nrw.de
Dr. Jens Pyper
jens.pyper@mfkjks.nrw.de
Dieter Kaletta
dieter.kaletta@mfkjks.nrw.de



