
Theater in Nordrhein-Westfalen
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Die Theaterlandschaft in Nordrhein-Westfalen ist vielfältig und erfreut sich einer hohen Akzeptanz beim Publikum. Neben den Festivals genießt vor allem das Kinder- und Jugendtheater hohe Aufmerksamkeit.
Struktur
Nordrhein-Westfalen hat mit 18 Kommunaltheatern, 4 Landestheatern, dem Düsseldorfer Schaupielhaus, das zu je 50 Prozent von Stadt und Land getragen wird, und über 150 Spielstätten die größte Theaterdichte aller Bundesländer. 3,5 Millionen Besucher haben in der Spielzeit 2009/10 etwa 9.903 Aufführungen gesehen. Besonders beliebt ist das Schauspiel, gefolgt von Kinder- und Jugendtheater, Oper und Ballett. Alle Häuser werden von der Landesregierung unterstützt. Die vielfältigen Programme, Aktuelles sowie Informationen zu den Häusern finden Sie unter www.kulturkenner.de und www.nrw-buehnen.de.
Kinder- und Jugendtheater als Teil der Kulturellen Bildung
462.000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben in der Spielzeit 2009/10 die 1.882 Veranstaltungen des Kinder- und Jugendtheaters besucht. Damit erfreut sich die Arbeit für Kinder und Jugendliche besonderer Beliebtheit. Sie wird zu einem großen Teil in der freien Szene geleistet, ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Bildung und wird daher von der Landesregierung besonders gefördert.
Das "Westwind - Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW" ist zugleich Werkschau, Festival und Arbeitsplattform für die Akteure. Es findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, vom 16. bis 22. Juni 2013 am Theater Marabu und den Kammerspielen in Bonn.
Freie Szene und Privattheater
Über 100 professionelle Ensembles und etwa 80 Einzelkünstlerinnen und -künstler aus der freien Szene sind in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Festivals wie "Favoriten" für die NRW-Szene und "Impulse" mit Produktionen aus ganz Deutschland bieten einen guten Überblick über ihr Leistungsvermögen und ihre Kreativität.
Festivals
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Drei der wichtigsten Theaterfestivals Deutschlands haben in Nordrhein-Westfalen ihre Heimat. Die Ruhrtriennale findet seit 2002 in dreijährlichen, thematischen Zyklen statt, die jeweils von einem neuen Intendanten geleitet werden. Das Besondere daran sind zum einen die ungewöhnlichen Spielorte wie ehemalige Maschinenhallen und Kokereien. Zum anderen sind es die künstlerischen Grenzüberschreitungen. Theater trifft auf Jazz und Bildende Kunst. Für die vierte Ruhrtriennale 2012-2014 konnte der Komponist und Theatermacher Prof. Heiner Goebbels als Intendant gewonnen werden. Die RuhrTriennale findet jährlich von Mitte August bis Oktober statt.
Die traditionsreichen Ruhrfestspiele Recklinghausen legen besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Theatern. Jedes Jahr steht unter einem anderen Motto. 2013 steht das Festival unter dem Motto "Aufbruch und Utopie". Mit eigenen Schwerpunkten wie Fringe Festival, Kabarett, Kinder- und Jugendtheater und Uraufführungen werden Akzente gesetzt. Fast alle wichtigen Autoren dieser entscheidenden Epoche sind im Programm der Ruhrfestspiele vertreten. Umgesetzt werden sie zum Beispiel von Pucher und Peymann, von Kušej und Thalheimer, von Ostermeier und Eifmann, von Mouchtar-Samorai und Heyme. Auf der Bühne erleben wir u.a. Nina Hoss und Birgit Minichmayr, Angela Winkler und Hannelore Hoger, Wolfram Koch und Josef Bierbichler, Samuel Finzi und Miriam Goldschmidt. Und so ganz nebenbei entdecken wir im Programm die geheimnisvolle Charlotte Rampling und eine neue Inszenierung des Grand Old Man des modernen Theaters: Peter Brook.
Um Uraufführungen geht es auch im dritten, für die Theaterszene besonders wichtigen Festival: den Mülheimer Theatertagen "stücke". Hier dreht sich alles um neue Theaterstücke, die in ihrer wirksamsten Aufführung - meist der Uraufführung - gezeigt werden. Die Veranstaltung trägt maßgeblich zur Sensibilisierung für die Bedeutung zeitgenössischer Theaterstücke bei.
Das NRW Theatertreffen, welches auch internationale Produktionen zeigt, sowie die bereits erwähnten Festivals "Favoriten", "Impulse" und "Westwind - Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW" runden die Festivallandschaft in Nordrhein-Westfalen ab.
Ansprechpartnerinnen:
Bettina Milz
bettina.milz@mfkjks.nrw.de
Astrid Kafka
astrid.kafka@mfkjks.nrw.de
Theaterkonferenz
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