Düsseldorfer Schauspielhaus: Karte und Gebiet, v.l. Moritz Führmann, Christoph Luser. Foto: Sebastian Hoppekarte

Theater in Nordrhein-Westfalen


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Kinder- und Jugendtheater Dortmund: "Don Karlos", eingeladen zum Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW 2009; © Schmidt/www.bildautor.de, Theater Dortmund

Die Theaterlandschaft in Nordrhein-Westfalen ist vielfältig und erfreut sich einer hohen Akzeptanz beim Publikum. Neben den Festivals genießt vor allem das Kinder- und Jugendtheater hohe Aufmerksamkeit.

Struktur
Nordrhein-Westfalen hat mit 18 Kommunaltheatern, 4 Landestheatern, dem Düsseldorfer Schaupielhaus, das zu je 50 % von Stadt und Land getragen wird, und über 100 Spielstätten die größte Theaterdichte aller Bundesländer. 3,6 Millionen Besucher haben in der Spielzeit 2008/09 etwa 10.011 Aufführungen gesehen. Besonders beliebt ist das Sprechtheater, gefolgt von Oper, Kinder- und Jugendtheater und Ballett. Alle Häuser werden von der Landesregierung unterstützt.

Kinder- und Jugendtheater als Teil der Kulturellen Bildung
405.000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben in der Spielzeit 2008/09 die 1.678 Veranstaltungen des Kinder- und Jugendtheaters besucht. Damit erfreut sich die Arbeit für Kinder und Jugendliche besonderer Beliebtheit. Sie wird zu einem großen Teil in der freien Szene geleistet, ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Bildung und wird daher von der Landesregierung besonders gefördert.

Das "Westwind - Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW" ist zugleich Werkschau, Festival und Arbeitsplattform für die Akteure. Es findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, vom 19. bis 25. Mai 2012 am Theater in Paderborn.

Freie Szene und Privattheater
Über 100 professionelle Ensembles und etwa 80 Einzelkünstlerinnen und -künstler aus der freien Szene sind in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Festivals wie "Favoriten" für die NRW-Szene und "Impulse" mit Produktionen aus ganz Deutschland bieten einen guten Überblick über ihr Leistungsvermögen und ihre Kreativität.

Festivals 

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Ruhrtriennale 2012-2014

Drei der wichtigsten Theaterfestivals Deutschlands haben in Nordrhein-Westfalen ihre Heimat. Die RuhrTriennale findet seit 2002 in dreijährlichen, thematischen Zyklen statt, die jeweils von einem neuen Intendanten geleitet werden. Das Besondere daran sind zum einen die ungewöhnlichen Spielorte wie ehemalige Maschinenhallen und Kokereien. Zum anderen sind es die künstlerischen Grenzüberschreitungen. Theater trifft auf Jazz und Bildende Kunst. Für die vierte Ruhrtriennale 2012-2014 konnte der Komponist und Theatermacher Prof. Heiner Goebbels als Intendant gewonnen werden. Die RuhrTriennale findet jährlich von Mitte August bis Oktober statt.

Die traditionsreichen Ruhrfestspiele Recklinghausen legen besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Theatern. Jedes Jahr steht unter einem anderen Motto. 2011 liegt der thematische Schwerpunkt bei Friedrich Schiller "In die Zeit gefallen". Mit eigenen Schwerpunkten wie Fringe Festival, Kabarett, Kinder- und Jugendtheater und Uraufführungen werden Akzente gesetzt.

Um Uraufführungen geht es auch im dritten, für die Theaterszene besonders wichtigen Festival: den Mülheimer Theatertagen "stücke". Hier dreht sich alles um neue Theaterstücke, die in ihrer wirksamsten Aufführung - meist der Uraufführung - gezeigt werden. Die Veranstaltung trägt maßgeblich zur Sensibilisierung für die Bedeutung zeitgenössischer Theaterstücke bei.

Das NRW-Theatertreffen, welches auch internationale Produktionen zeigt, sowie die bereits erwähnten Festivals "Favoriten", "Impulse" und "Westwind - Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW" runden die Festivallandschaft in Nordrhein-Westfalen ab.