Jugendlicher mit Kopfhörern

Freiwilligendienste - was ist das?


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Foto aus der Broschüre: Das Freiwillige Soziale Jahr in Nordrhein-Westfalen

Jugendfreiwilligendienste ....
... vermitteln neue, wichtige, spannende und persönliche Lebenserfahrung,
... bieten die Gelegenheit, sich für andere einzusetzen,
... bringen Kontakte zu anderen Jugendlichen aus dem In- und Ausland,
... geben Einblicke in künftige Berufsfelder.
 
Wer Lust hat, sich freiwillig zu engagieren oder nach der Schule noch nicht genau weiß, was er machen möchte, kann die Wartezeiten auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz sinnvoll nutzen.

Wir informieren über

das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)  

das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)       

Allgemeine Infos für das FSJ und für das FÖJ   

FSJ/FÖJ - wie läuft es?   

FSJ/FÖJ im Ausland   

FSJ/FÖJ - was muss ich wissen?     
   
    
Weitere Infos zum FSJ/FÖJ in Nordrhein-Westfalen stehen zum Download bereit in den Broschüren

Das Freiwillige Soziale Jahr in Nordrhein-Westfalen (PDF, 11,1 MB)  

Freiwilliges Ökologisches Jahr - Ein Jahr für mich und die Umwelt (PDF, 1,3 MB)    

Gesetzliche Grundlage für die beiden Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ ist das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) (PDF, 2 MB)     

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Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

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Foto aus der Broschüre: Das Freiwillige Soziale Jahr in Nordrhein-Westfalen

Das FSJ findet in den klassischen Bereichen wie Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern oder Kindertageseinrichtungen statt, kann aber auch in der Denkmalpflege, in der Kultur, in der Jugendarbeit oder im Sport absolviert werden.

Einsatzstellen können z. B. Sportvereine in der Nähe, Jugendtheater oder -clubs, Jugendbildungsstätten, Kunst- oder Musikschulen, Bibliotheken, Stadt- oder Kommunalverwaltungen, Familienzentren, Kindertagesstätten oder auch die offene Ganztagsschule sein. Wer Plätze anbietet oder in welchen Einsatzstellen Sie ein FSJ absolvieren können, können Sie bei anerkannten Trägern in Nordrhein-Westfalen erfahren. Einige dieser Träger bieten auch das FSJ im Ausland oder den internationalen Jugendfreiwilligendienst an. Sie informieren über freie Plätze und geben weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren.

Neben den vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport zugelassenen Trägern gibt es im FSJ die sog. "geborenen" Träger, die für das Inland zugelassen sind. Dazu zählen 

  • die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Verbände und ihre Untergliederungen,
  • Religionsgemeinschaften mit dem Status einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft,
  • die Gebietskörperschaften sowie nach näherer Bestimmung der Länder sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts.

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Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

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Foto aus der Broschüre: Freiwilliges Ökologisches Jahr - Ein Jahr für mich und die Umwelt

Das FÖJ findet ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in entsprechenden Einrichtungen mit dem Ziel statt, das Verantwortungsbewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt zu stärken sowie das Umweltbewusstsein zu entwickeln, um ein kompetentes Handeln für Natur und Umwelt zu fördern.

In Nordrhein-Westfalen bieten Biologische Stationen, Einrichtungen der Umweltbildung, Botanische Gärten, einige Zoologische Gärten, landwirtschaftliche Höfe und andere das FÖJ an. In den Einsatzstellen werden meistens zwei FÖJlerinnen und FÖJler eingesetzt und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einsatzstellen angeleitet. Die Tätigkeiten im FÖJ sind vielfältig und unterscheiden sich von Einsatzstelle zu Einsatzstelle.

Bei den beiden Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe sind die beiden FÖJ-Zentralstellen, eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort können mitteilen, wo Plätze frei sind und geben gerne weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren. 

FÖJ-Zentralstelle, LVR-Landesjugendamt
Kennedy-Ufer 2, 50679 Köln
Tel.: 0221/809-6709, -6319 oder 7224
E-Mail: foej@lvr.de
Web: www.lvr.de/de/nav_main/jugend_2/jugendfrderung/fj/fj_1.html

FÖJ-Zentralstelle, LWL-Landesjugendamt
Warendorfer Straße 25, 48145 Münster
Tel.: 0251/591-6710, -4577 oder -3637
Fax: 0251/591-6843
E-Mail: ruediger.klebeck@lwl.org, anita.luecker@lwl.org oder dirk.schneider@lwl.org     
Web: www.lwl.org/LWL/Jugend/foej/  
   
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Allgemeine Infos für das FSJ und für das FÖJ

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Die Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ sind Bildungsjahre für junge Menschen nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht bis vor Vollendung des 27. Lebensjahres, die in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe, Denkmalpflege, Kultur, Sport, des Natur- und Umweltschutzes und der Nachhaltigen Entwicklung durchgeführt werden können.

FSJ und FÖJ fördern die Bildungsfähigkeit der Jugendlichen und gehören zu den besonderen Formen des bürgerschaftlichen Engagements. Sie schaffen Lern- und Erfahrungsräume für junge Menschen und stärken sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ihren Kompetenzen. Die Jugendbildungsjahre FSJ und FÖJ orientieren sich an den Konzepten des lebenslangen und ganzheitlichen Lernens. Die Einsatzstellen sind informelle und nonformale Lernorte.

Beide Jugendfreiwilligendienste werden in der Regel für eine Dauer von zwölf zusammenhängenden Monaten absolviert. Die Mindestdauer bei einem Träger beträgt 6 Monate und kann im Rahmen eines besonderen pädagogischen Gesamtkonzeptes auch unterbrochen in Abschnitten von mindestens drei Monaten bis zu einer Gesamtdauer von 18 Monaten verlängert werden.

Weiterhin können auch ein FSJ und ein FÖJ nach einander mit einer Mindestdauer von sechs Monaten bis zu einer Höchstdauer von 18 Monaten abgeleistet werden. Bei einem kombinierten Jugendfreiwilligendienst im Inland (mit Einsatzabschnitten von mindestens drei Monaten) und Ausland (mit Einsatzabschnitten bis zu 12 Monaten) beträgt die Höchstdauer bis zu 18 Monate. Das bedeutet, dass bei einem Träger das FSJ/FÖJ im In- und Ausland zusammen abgeleistet werden kann.

Das FSJ und das FÖJ sind im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften so zu gestalten, dass die Freiwilligen

  • verantwortungsvolles, soziales und ökologisches Handeln im Sinne des Gemeinwohls einüben, 
  • Einblicke in gesellschaftliche, soziale, ökologische, kulturelle, interkulturelle Zusammenhänge erhalten, 
  • eine Förderung ihres Engagements vor allem im sozialen, ökologischen, kulturellen und interkulturellen Bereich erfahren, 
  • die Vielfältigkeit sozialer bzw. ökologischer Berufe und deren wechselnde Anforderungen kennen lernen können, 
  • Kritik-, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie globales Denken entwickeln können,
  • ihre Persönlichkeit entfalten, eigene Wertvorstellungen überprüfen und Vorurteile abbauen können sowie soziales Verhalten lernen,
  • Schlüsselqualifikationen und -kompetenzen für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg erhalten.

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FSJ/FÖJ - wie läuft es?

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Neben der praktischen Hilfstätigkeit in den Einsatzstellen werden die Freiwilligen im FSJ/FÖJ durch die zentrale Stelle des Trägers pädagogisch begleitet. Die pädagogische Begleitung umfasst die individuelle Betreuung und Seminararbeit durch die zentrale Stelle sowie die fachliche Anleitung der Einsatzstellen. Die Freiwilligen wirken an der aktiven Gestaltung und Durchführung der Seminare mit. Für die pädagogische Begleitung muss der Träger eine zentrale Stelle mit ausgebildetem pädagogischem Personal einrichten. Die pädagogische Begleitung erfolgt durch eine ausreichende Anzahl von ausgebildeten Fachkräften. Als Richtwert ist eine pädagogische Vollzeitkraft für jeweils 40 Freiwillige vorzuhalten.

Die Freiwilligen im FSJ und FÖJ arbeiten als Vollzeitkräfte in den jeweiligen Einsatzstellen. Neben der pflegerischen und der erzieherischen Hilfstätigkeit werden auch die in diesem Rahmen anfallenden hauswirtschaftlichen Hilfstätigkeiten geleistet.

Der Träger unterstützt die Anleitungskräfte in den Einsatzstellen und besucht diese regelmäßig. Er steht beratend und vermittelnd bei Konfliktsituationen in der Einsatzstelle zur Verfügung. Ferner bietet der Träger den Einsatzstellen Treffen und Erfahrungsaustausche an.

Obwohl das FSJ und das FÖJ keine Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisse sind, gelten die arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften (z. B. Jugendarbeitsschutzgesetz, Kündigungsschutz, Urlaubsrecht usw.). Die Jugendfreiwilligendienste sind gleichbedeutend mit Zeiten der Schul- oder Berufsausbildung.

Die Träger, bei denen ein Jugendfreiwilligendienst abgeleistet wird, müssen die Gewähr für die rechtmäßige Durchführung des FSJ oder FÖJ bieten. Eine mehrjährige Erfahrung oder Tätigkeit im entsprechenden Bereich sollte vorhanden sein.
   
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FSJ/FÖJ im Ausland

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Foto aus der Broschüre: Freiwilliges Ökologisches Jahr - Ein Jahr für mich und die Umwelt

Die beiden Jugendfreiwilligendienste können auch im Ausland abgeleistet werden. Es besteht so die Möglichkeit noch eine Fremdsprache und andere Kulturen kennen zu lernen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Träger, bei dem das FSJ oder das FÖJ abgeleistet wird, seinen Sitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Es gibt eine große Anzahl von Trägern, die im Ausland in verschiedenen Einrichtungen Plätze anbieten. Diese als auch die Plätze außerhalb von Nordrhein-Westfalen können auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingesehen werden.

Bei der Ableistung des FSJ/FÖJ im Ausland sind Bildungsmaßnahmen von fünf Wochen gesetzlich vorgeschrieben. Dabei sollen jeweils in der Bundesrepublik Deutschland vorbereitende Seminare von mindestens vierwöchiger Dauer stattfinden. Sofern der Träger die Möglichkeit hat, ein Zwischenseminar im Ausland sicherzustellen, das höchstens zwei Wochen dauern kann, verkürzen sich die vorbereitenden Seminare entsprechend.
  
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FSJ/FÖJ - was muss ich wissen?

Arbeitskleidung
Muss gestellt werden, wenn sie in den Einsatzstellen üblich ist.

Arbeitszeit
Die zeitliche Verteilung bzw. die konkrete Arbeitszeit ist mit dem Teilnehmer einvernehmlich vorher abzustimmen. Jedoch darf die wöchentliche Arbeitszeit 39 Stunden nicht übersteigen.

Ausweis
In der Regel erhalten alle Freiwilligen, die ein FSJ oder FÖJ ableisten, von Ihrem Träger einen Ausweis. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat einen neuen bundeseinheitlichen Ausweis sowohl für das FSJ/FÖJ als auch für den Bundesfreiwilligendienst eingeführt, damit u.U. Vergünstigungen erwirkt werden können.

Im öffentlichen Personennahverkehr erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FSJ und des FÖJ in der Regel dieselben Ermäßigungen wie Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende. Die BahnCard 50 kann um 50 % ermäßigt bezogen werden. Ein Rechtsanspruch auf Vergünstigungen besteht jedoch nicht. Als Berechtigungsnachweis gilt eine entsprechende Bescheinigung des Trägers, bei dem Ihr das FSJ oder FÖJ ableistet.

Freibeträge
Bei Personen, die an einem Jugendfreiwilligendienst teilnehmen und ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen, bleibt künftig von ihrem Taschengeld ein pauschalierter  Betrag in Höhe von 175 Euro monatlich anrechnungsfrei, ohne dass sie dafür Ausgaben (für Versicherungen und Werbungskosten) nachweisen müssen. Bislang war nur ein Betrag von 60 Euro vom Taschengeld anrechnungsfrei; darüber hinaus konnten aber auf Nachweis Werbungskosten und Versicherungsbeiträge abgesetzt werden. Es ist sichergestellt, dass durch die neue Regelung kein Freiwilliger schlechter gestellt wird als nach der bisherigen Regelung.

Kindergeld
Während des FSJ bzw. FÖJ wird weiterhin Kindergeld gezahlt. Für Kindergeld bzw. Kinderfreibeträge sowie weitere kindergeldbezogene Leistungen ist die Ableistung eines FSJ oder FÖJ gleichbedeutend mit Zeiten der Schul- oder Berufsausbildung. Die Leistung bleibt während dieser Zeit erhalten. Als Nachweis gegenüber der Familienkasse gilt die Bescheinigung des Trägers, dass das FSJ oder FÖJ abgeleistet wird.      

Seminararbeit im FSJ/FÖJ
Die Gesamtdauer der Seminare beträgt bezogen auf einen 12-monatiges FSJ/FÖJ mindestens 25 Seminartage. Das Einführungs-, das Abschluss- und ein Zwischenseminar bestehen aus mindestens fünf zusammenhängenden Tagen. Werden das FSJ oder FÖJ über die 12 Monate hinaus durchgeführt, erhöht sich die Zahl der Seminartage um mindestens einen Tag je Monat der Verlängerung. Die Teilnahme an den Seminaren ist Pflicht. Die Seminare sind den Freiwilligen kostenlos anzubieten.

Studienplatz (Wartezeit)
Grundsätzlich gilt: Wer ein FSJ/FÖJ geleistet hat, darf bei der Bewerbung um einen Studienplatz nicht benachteiligt werden. Ein zu Beginn oder während des FSJ/FÖJ zugewiesener Studienplatz verschafft bei einer erneuten Bewerbung bei oder nach Ende des Dienstes eine Bevorzugung bei der Auswahl (für denselben Studiengang): denn bei der Auswahl nach Wartezeiten zählt die FSJ/FÖJ-Zeit natürlich als Wartezeit.

Taschengeld: mindestens 150,00 €.
Die Höchstgrenze für das Taschengeld (sechs Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung) beträgt ab dem 1. Januar 2013 monatlich 348,00 Euro.

Unterkunft 
Frei oder eine Geldersatzleistung von mindestens 25,00 € pro Monat, wenn Miete oder Fahrtkosten entstehen.

Urlaub
Während des FSJ/FÖJ besteht Anspruch auf Urlaub. Der gesetzliche Urlaubsanspruch im Kalenderjahr beträgt mindestens 24 Werktage. Dauert das FSJ weniger als 12 Monate, wird der Urlaubsanspruch natürlich pro Monat um 1/12 des Jahresurlaubs gekürzt. Dauert der Jugendfreiwilligendienst länger als 12 Monate, wird er pro Monat um 1/12 des Jahresurlaubs verlängert. Für Jugendliche unter 18 Jahren gelten längere Urlaubsansprüche nach den Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Vereinbarung
Vor Beginn des FSJ/FÖJ muss mit dem Träger bzw. mit dem Träger und der Einsatzstelle eine schriftliche Vereinbarung abgeschlossen werden. Diese Vereinbarung muss enthalten:

  • Vor- und Familienname, Geburtsdatum und Anschrift der oder des Freiwilligen, 
  • die Bezeichnung des Trägers und die Einsatzstelle,
  • die Angabe über den Zeitraum des FSJ oder FÖJ sowie Regelungen zur vorzeitigen Beendigung, 
  • die Erklärung, dass die Bestimmungen des JFDG-Gesetzes während der Durchführung des FSJ eingehalten werden,
  • die Angabe des Zulassungsbescheides des Trägers oder der gesetzlichen Zulassung, 
  • Angaben zu Geld- und Sachleistungen für Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung und Taschengeld,
  • die Angabe der Urlaubstage und
  • die Ziele des FSJ/FÖJ sowie die wesentlichen der Zielerreichung dienenden Maßnahmen.

Verpflegung
Frei oder eine Geldersatzleistung zur Selbstversorgung.

Versicherungen
Während das FSJ oder das FÖJ ableistet werden, sind die Freiwilligen in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung als eigenständige Mitglieder versichert. Daneben müssen die Träger Beiträge in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung und Beiträge zur Berufsgenossenschaft einzahlen.
Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstrukturgesetz vom 22. Dezember 2011, BGBl. vom 28.12.2011) wurde erreicht, dass alle Freiwilligen, deren Schul- oder Berufsausbildung durch einen Jugendfreiwilligendienst unterbrochen oder verzögert wird, für einen der Dauer des Dienstes entsprechenden Zeitraum über das fünfundzwanzigste Lebensjahr hinaus kostenfrei über ihre Familie gesetzlich krankenversichert sind; dies gilt ab dem 1. Juli 2011.

Waisenrente
Für die Dauer eines FSJ bzw. FÖJ besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente), soweit die Voraussetzungen nach § 48 SGB VI vorliegen.

Wohngeld
Die Beantragung von Wohngeld für Freiwillige ist grundsätzlich möglich. Die Zahlung von Wohngeld hängt jedoch u. a. von der Miethöhe und dem verfügbaren monatlichen Einkommen ab. Ein Antrag kommt dann in Betracht, wenn für die Aufnahme des Jugendfreiwilligendienstes ein Umzug an einen anderen Ort der Einsatzstelle notwendig ist und ohne dass der Träger bzw. die Einsatzstelle eine Unterkunft gewährt. Zuständig ist die Wohngeldbehörde der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung am Wohnort.

Zeugnis
Nach Abschluss des FSJ/FÖJ sollten die Träger ein Zeugnis über die Art und Dauer ausstellen. In diesem Zeugnis sollten auch berufsqualifizierende Maßnahmen, an denen im Rahmen des FSJ oder FÖJ teilgenommen wurde, aufgenommen werden. 

FSJ-Träger NRW

Die Auflistung der anerkannten Träger in NRW finden Sie hier.

FÖJ-Zentralstellen NRW

FÖJ-Zentralstelle, LVR-Landesjugendamt
Kennedy-Ufer 2, 50679 Köln
Tel.: 0221/809-6709, -6319 oder 7224
E-Mail: foej@lvr.de    

Webseite
  
FÖJ-Zentralstelle, LWL-Landesjugendamt
Warendorfer Straße 25, 48145 Münster
Tel.: 0251/591-6710, -4577 oder -3637
Fax: 0251/591-6843
E-Mail: ruediger.klebeck@lwl.org, anita.luecker@lwl.org oder dirk.schneider@lwl.org    

Webseite

Bundesfreiwilligendienst

Seit dem Jahr 2011 wird in Deutschland der Bundes- freiwilligendienst umgesetzt. Dieser Freiwilligendienst wurde geschaffen, nachdem die Bundeswehrpflicht und damit auch der Zivildienst ausgesetzt wurde. Der Bundesfreiwilligen- dienst ist ohne Altersbegren- zung offen für alle Bürgerinnen und Bürger.

Weitere Informotionen finden Sie hier.

Wettbewerb "Jugend hilft"

Wettbewerb "Jugend hilft"

Förderung der Arbeit für Kinder in Not und des jungen Engagements in Deutschland.
Weitere Inormationen.

Die junge Seite

Jugendangebot Landtag NRW

Das Online-Jugendangebot des Landtags Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.