Familie im Stadtteil
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Im Zuge der demografischen Entwicklung wird der Stadtteil als Ort der Integration für die Menschen immer wichtiger. Familien brauchen ein lebens- und liebenswertes Umfeld und eine gute Infrastruktur, möchten sich wohlfühlen in dem Stadtteil, in dem sie leben. Familien prägen das Stadtteilleben, den Zusammenhalt und das Miteinander der Quartiersbevölkerung heute und in der Zukunft.
Um gute Lebensbedingungen und ein Klima gegenseitiger Akzeptanz und Anerkennung zu schaffen, bedarf es familiengerechter Angebote im Stadtteil. Gerade in Stadtteilen mit sozialen Problemen und benachteiligten Haushalten sollten Begegnungsmöglichkeiten geschaffen, die Sprachförderung unterstützt, Konflikte gemanagt und Präventionsarbeit geleistet werden, um Familien zu stärken.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstützt die wirkungsvolle Verknüpfung vorhandener und neu zu schaffender Angebote von Freier Wohlfahrtspflege, Wohnungswirtschaft und Kommunen mit den familiären, nachbarschaftlichen und sozialen Netzwerken in den Stadtteilen in Nordrhein-Westfalen. Kommunen und Freie Wohlfahrtspflege sind nah dran an den Entwicklungen im Stadtteil. Zusammen verfügen sie über ein breites Spektrum an Zugängen, Instrumenten und Angeboten, um Familien in den Stadtteilen zu erreichen und zu unterstützen. Gemeinsam lassen sich integrierte Problemlösungskonzepte leichter umsetzen.
"Gemeinsam statt jeder für sich!" Das war das Motto einer Fachtagung, die das Familienministerium Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Diözesan-Caritasverband Köln und der Stadt Köln veranstaltet hat. Präsentiert wurden die Ergebnisse eines Modellprojektes, das die Potentiale der Zusammenarbeit von Freier Wohlfahrtspflege und Kommune bei der Verhinderung sozialräumlicher Ausgrenzung auslotet. Die Forschungsergebnisse werden ergänzt durch eine Reihe guter Beispiel für stadtteilbezogene Präventionsstrategien im Akteursspektrum Kommune, Freie Wohlfahrtspflege und Quartiersbevölkerung.
Die Dokumentation der Fachtagung "Gemeinsam für den Stadtteil" erhalten Sie hier.
(PDF, 411 KB)
Die Stabilisierung von Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf ist ein Handlungsschwerpunkt der Landesregierung. Mit dem Programm "Soziale Stadt NRW" (www.mwebwv.nrw.de und www.sozialestadt.de/welcome.phtml) soll der Strukturwandel positiv gestaltet werden. Neben der städtebaulichen Erneuerung werden auch sozialpolitische Zielsetzungen verfolgt. Ziel ist es, in benachteiligten Quartieren eine Entwicklung anzustoßen, die gewährleistet, dass die Quartiere als Wohn-, Arbeits- und Lebensraum erhalten bleiben. Das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Zugewanderten spielt dabei eine besondere Rolle.
