Familienbildung
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Die Familie ist der Ort, der Kinder und Jugendliche als Persönlichkeiten prägt. Hier werden die Weichen für moralische und emotionale Orientierungen gestellt und die Grundlagen für die Bildung gelegt. Familienbildungsstätten geben dabei wichtige Hilfestellungen. In Nordrhein-Westfalen wird die Arbeit der über 150 Familienbildungsstätten aus Landesmitteln gefördert.
Die Angebote der Familienbildung werden laufend zukunftsfähig weiterentwickelt durch einrichtungsübergreifende Netzwerke und Kooperationen. Eine Aufgabe für die Familienbildung sind passende Angebote für Familien mit Zuwanderungsgeschichte.
Die Familienbildung ist auch gefordert, niedrigschwellig anzusetzen und ihre Angebote stärker für sozial schwache Familien, die beispielsweise in benachteiligten Stadteilen leben, zu öffnen.
Familien durchleben unterschiedliche Lebensphasen und müssen sich mit ständig verändernden gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen. Die Familienbildung unterstützt Familien bei der Gestaltung des Alltags und der Bewältigung sozialer Herausforderungen. Das bestehende Angebot umfasst eine Fülle verschiedener Themenfelder. Beispiele sind Partnerschaft, Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft, Stärkung der Elternkompetenz, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheit, Haushalt und Ernährung, Umwelt, gesellschaftliche und politische Bildung, Bürgerschaftliches Engagement und Neue Medien.
Über eine Million Menschen nutzen jährlich die Angebote zu Kursreihen, Gesprächskreisen, Vorträgen oder Wochenendveranstaltungen.
Auf der Internetseite der Familienbildung in Nordrhein-Westfalen kann jede Bürgerin und jeder Bürger unter dem Menüpunkt "Vor Ort" Einrichtungen finden.
Familienbildungsstätten gibt es in Trägerschaft der katholischen und evangelischen Kirche, der Wohlfahrtsverbände und als städtische Einrichtungen. Auch Bildungsträger der allgemeinen Weiterbildung wie Volkshochschulen und andere Einrichtungen der Erwachsenenbildung machen Angebote zur Familienbildung.
Informationen zum Thema Familienbildung und zu örtlichen Familienbildungsstätten finden Sie auf den Internetseiten folgender Verbände:
Arbeiterwohlfahrt (AWO)
Familienbildungsstätten des DRK
Evangelische Familienbildungsstätten
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V.
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche von Westfalen
Katholische Familienbildungsstätten
Paritätisches Bildungswerk
Die Landesregierung unterstützt Eltern darüber hinaus durch die Förderung der Elternbriefe des Arbeitskreises Neue Erziehung e.V. (ANE). Elternbriefe sind wichtige Informationsquellen und unterstützen die Eltern bei der Erziehung. Die Elternbriefe des ANE bestehen aus insgesamt 46 Briefen, die jeweils einem bestimmten Alter und Entwicklungsstand des Kindes entsprechen. In vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen erhalten die Familien automatisch ab der Geburt des ersten Kindes kostenlos diese Briefe. Für Eltern türkischer Herkunft gibt es zweisprachige Elternbriefe in türkisch und deutsch. Die Seite www.ane.de bietet ausführliche Informationen zu den Briefen.
Das Familienministerium hat eine wissenschaftliche Analyse der Elternbriefe in Auftrag gegeben. Dabei wurden die von der Landesregierung geförderten Elternbriefe, aber auch weitere in Deutschland erhältliche Elternbriefe anderer Anbieter untersucht. Die Analyse wurde zudem international ausgeweitet.
Die Elternbriefe des ANE werden als durchweg positiv und für die Eltern hilfreich bewertet. Hier geht es direkt zum Abschlussbericht. (PDF, 1,1 MB)
"Nah dran: Familienbildung in Familienzentren: Tipps für die Praxis"
"Nah dran" ist die Broschüre, die die Landesarbeitsgemeinschaften der Familienbildung herausgegeben hat. Gefördert wurde sie vom nordrhein-westfälischen Familienministerium. Die Veröffentlichung richtet sich an Fachleute aus der Praxis. Sie will mit vielen praktischen Tipps, Anregungen und Beispielen für tragfähige Kooperationen zwischen Familienzentren und Familienbildungsstätte sorgen. Beleuchtet werden die Themen "Frühe Erziehungspartnerschaft", "Interkulturelle Kompetenz", "Gesundheit" und "Sprache".
Hier geht es direkt zu der Broschüre (PDF, 838 KB).
Familienbildung kooperiert: Tipps für die Praxis
"Familienbildung kooperiert" lautet der Titel einer weiteren Broschüre, die die Landesarbeitsgemeinschaften der Familienbildung mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen Familienministeriums herausgegeben haben. Die Publikation gibt Hinweise zur effektiveren Zusammenarbeit zwischen Familienbildung mit den Kindertagesstätten, Grundschulen und Beratungsstellen vor Ort. Darüber hinaus enthält die Veröffentlichung Mustervorlagen für Kooperationsvereinbarungen, die unterschiedliche Träger mit Einrichtungen der Familienbildung eingehen können. Gleichzeitig wird dokumentiert, wie Kooperationen praktisch umgesetzt werden können.
Hier geht es direkt zu der Broschüre.
